Anwendungsfall
Internet auf der Baustelle: wann Starlink die Lösung ist
Kein Anschluss, kein Anschlusstermin, und in sechs Monaten steht der Container ohnehin woanders. Das ist der Fall, in dem Satelliteninternet strukturell im Vorteil ist.
Warum der Fall anders liegt als zu Hause
Bei einem Wohnhaus konkurriert Satelliteninternet mit einem festen Anschluss, den es vielleicht gibt. Auf einer Baustelle konkurriert es mit gar nichts – oder mit einem Mobilfunkrouter. Drei Dinge fallen dabei weg, die sonst gegen Satelliteninternet sprechen:
- Der freie Himmel ist meist ohnehin da. Auf einem Rohbau oder einem freien Grundstück ist die Verschattung selten ein Problem – das häufigste Hindernis zu Hause fällt hier aus.
- Die Anschaffung wird auf mehrere Projekte verteilt. Die Hardware bleibt, die Baustelle wechselt. Über zwei oder drei Einsätze gerechnet sieht die Rechnung anders aus als für einen einzelnen Monat.
- Es gibt keinen Anschlusstermin, auf den man warten muss. Das ist oft das eigentliche Argument, nicht die Geschwindigkeit.
Was vorher geklärt sein muss
- Mobile Nutzung verfügbar Ob Starlink einen Tarif für wechselnde Standorte vorsieht.
- aktuell prüfen
- Nutzung ortsgebunden Ob der Anschluss an eine gemeldete Adresse gebunden ist.
- aktuell prüfen
- Pausieren möglich Entscheidend zwischen zwei Projekten.
- aktuell prüfen
Und die Dinge, die keiner auf der Rechnung hat
- Strom, dauerhaft. Ohne Netzanschluss heisst das Aggregat oder Akku. Rechne das mit, bevor du bestellst.
- Ein Platz, an dem die Antenne nicht umfällt und nicht wegkommt. Auf einer Baustelle ist das keine Nebensache.
- Wetter und Baustaub. Die Antenne verträgt einiges, aber sie steht dann eben mitten drin.
Wann der 5G-Router die bessere Wahl ist
In den meisten Fällen. Wo brauchbarer Mobilfunkempfang vorhanden ist, ist ein Router mit Datentarif billiger in der Anschaffung, in fünf Minuten aufgebaut, unauffälliger und braucht weder freien Himmel noch dauerhaften Stellplatz. Für einen einzelnen Bauabschnitt von wenigen Monaten ist das fast immer die richtige Antwort.
Satelliteninternet wird dort interessant, wo der Empfang nicht reicht: im Graben, hinter dem Hang, im Wald, in Höhenlagen ohne Versorgung. Der ehrliche erste Schritt ist deshalb, mit dem Handy an der künftigen Stelle zu stehen und nachzusehen, was ankommt.
Wenn du dich dafür entscheidest
Verwandte Fälle: Almhütte mit demselben freien Himmel, aber Winterbetrieb, und Bauernhof, wo die Ausleuchtung über mehrere Gebäude das eigentliche Thema ist.
Dann lohnt ein Blick auf die Kostenaufstellung, besonders auf die Rückgabefrist – sie ist der eigentliche Schutz, wenn es am geplanten Standort doch nicht funktioniert. Und auf die Seite zum Gratismonat, damit klar ist, was das Empfehlungsprogramm hergibt und was nicht.
Häufige Fragen
Darf ich die Antenne einfach mitnehmen und woanders aufstellen?
Das hängt davon ab, welchen Tarif Starlink dafür vorsieht – ortsgebundene und mobile Nutzung werden unterschiedlich behandelt und unterschiedlich verrechnet. Vor der Bestellung im Bestellvorgang nachsehen, nicht danach.
Was braucht die Antenne an Strom?
Sie braucht eine dauerhafte Stromversorgung – nicht viel, aber durchgehend. Auf einer Baustelle ohne Anschluss heisst das Aggregat oder Akku mit Wechselrichter, und das will vorher durchgerechnet sein.
Reicht nicht ein Mobilfunkrouter?
Sehr oft ja. Wo brauchbarer Empfang vorhanden ist, ist ein 5G-Router billiger, kleiner, schneller aufgebaut und braucht keinen freien Himmel. Satelliteninternet wird erst dort interessant, wo der Empfang nicht reicht oder gar nicht vorhanden ist.